Lausanne/Wien - Sport kann Jugendliche nicht vom Rauchen, Trinken und von Drogen fern halten. Dies geht aus einer Studie der schweizerischen Fachstelle für Alkohol und andere Drogenprobleme (SFA) in Lausanne hervor, die heute, Dienstag, vorgestellt wurde. Demnach würden junge Männer, die Mannschaftssportarten betreiben, später eher zum Drogenkonsum neigen.Drei Jahre später In einer Langzeitstudie hatte die SFA den Drogenkonsum von sportlich aktiven Jugendlichen untersucht. Männer, die im Alter von 16 Jahren Sport trieben, konsumierten drei Jahre später mehr Suchtmittel als ihre Kollegen, hieß es. Laut dem Sozialpsychologen und Studienleiter Holger Schmid, liege der Grund darin, dass junge Männer vor allem Mannschaftssportarten betreiben. Diese würden eine soziale Funktion übernehmen. In der Mannschaft gewinne, verliere, rauche und trinke man gemeinsam. Die Identifizierung mit der Gruppe dehne sich auf den Konsum des Einzelnen aus. Trotz dieses Einflusses von Sport auf den Drogenkonsum beruhigte Schmid. Sport zu betreiben sei in jeden Fall gut für die psychische und physische Gesundheit. (APA/sda)