Wien - "Zwei Millionen von Rheuma betroffene Österreicher fordern ein Recht auf Mitbestimmung über ihr eigenes Schicksal. Und ein Recht auf optimale medizinische Versorgung, auf die wirksamsten und sichersten Therapien", so der Präsident der Österreichischen Rheumaliga Prim. Doz. Dr. Attila Dunky. Anlässlich des internationalen Rheuma-Tages am 12. Oktober machten sich Patientenverbände in ganz Europa für die Anliegen der mehr als 103 Millionen Rheumakranken stark. "Jede Möglichkeit einer verbesserten medikamentösen Therapie muss genutzt werden", verlangt die Rheumaliga. Rheuma ist eine chronische Erkrankung. Das heißt, die Betroffenen nehmen ihre Medikamente lebenslang tagtäglich ein. "Daher spielen neben der Wirkung auch Verträglichkeit und Sicherheit dieser Arzneimittel für die Lebensqualität eine entscheidende Rolle", so Prof. Hans-Peter Brezinschek, Rheumatologe an der Medizinischen Universitätsklinik Graz. Neue Substanzklasse Seit kurzem gibt es mit den COX-2-Hemmern eine neue Substanzklasse, deren Wirkprinzip sich von den herkömmlichen NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika) wesentlich unterscheidet. Sie hemmen ausschließlich das 'schädliche' Enzym COX-2, das für die Entzündung und den Schmerz verantwortlich ist. Das 'gute' (magen- und nierenschützende) COX-1 bleibt hingegen unbeeinflusst. Klassische NSAR blockieren beide COX-Enzyme und können deshalb zu starken Schädigungen des Magen-Darmtrakts und der Nieren führen. Der weltweit erste Vertreter dieser Klasse ist der Wirkstoff Celecoxib**, der selbst in extrem hoher Dosierung erheblich besser verträglich ist als klassische NSAR. Brezinschek: "Die neuen COX-2-Hemmer wie Celecoxib** werden den Anforderungen einer optimalen Rheumatherapie - wirksam und sicher - vollauf gerecht." In Österreich leiden rund zwei Millionen Personen an rheumatischen Beschwerden. Etwa 800.000 davon sind von der sog. Osteoarthrose betroffen, einer Abnützungerscheinung der Gelenke und Knochen. Eine weitere Form ist die chronische Polyarthritis (rund 80.000 Betroffene), eine Entzündung, die meist äußerst schmerzhaft verläuft und zu schweren, irreversiblen Gelenksveränderungen führen kann. (pte)