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Luxemburg - Das EU-Wirtschaftswachstum hat sich im zweiten Quartal 2001 deutlich abgeschwächt. Dabei erwies sich der private Verbrauch noch als wesentliche Konjunkturstütze. Wie das europäische Statistikamt Eurostat am Donnerstag, mitteilte, wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den zwölf Ländern der Eurozone ebenso wie in der gesamten Europäischen Union (EU) im zweiten Quartal dieses Jahres nur noch um 0,1 Prozent zum Vorquartal. Die Hauptquelle dafür waren laut Eurostat die Ausgaben der privaten Haushalte, während die Investitionen verglichen mit dem ersten Vierteljahr zurückgingen. Insgesamt stellten die Statistiker für die Monate April bis Juni eine deutliche Verlangsamung des Wirtschaftswachstums fest. In den beiden vorangegangenen Quartalen war das BIP sowohl EU-weit als auch in der Eurozone noch um 0,5 Prozent gewachsen. Österreich kam auf ein Plus von 0,1 Prozent Das größte Plus schafften zuletzt Dänemark mit 0,6 Prozent und Spanien mit 0,5 Prozent. Österreich kam im zweiten Vierteljahr auf ein Plus von 0,1 Prozent, nach plus 0,2 Prozent im ersten Quartal. Für Deutschland ermittelten die EU-Statistiker mit 0,0 Prozent einen Stillstand in der Wirtschaftsentwicklung. Im zweiten Quartal 2001 nahmen die privaten Konsumausgaben noch um 0,4 Prozent in der Eurozone und 0,5 Prozent EU-weit zu. Auch dies bedeutet jedoch eine Verlangsamung verglichen mit dem ersten Vierteljahr, für das noch ein Plus von jeweils 0,8 Prozent ermittelt wurde. Die Investitionen gingen laut Eurostat zuletzt um 0,4 Prozent in der Eurozone und 0,1 Prozent in der gesamten EU zurück. In Deutschland sackten sie gar um 1,3 Prozent ab, während der private Verbrauch noch ein Plus von 0,9 Prozent aufwies. (APA/dpa)