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Eisenstadt - Der Mord an einer 51-jährigen Deutschen aus Baden-Württemberg beschäftigt derzeit Ermittler in drei Ländern: Nachdem die Frau am 28. September am burgenländischen Grenzübergang Nickelsdorf zuletzt gesehen worden war, wurde ihre Leiche am vergangenen Samstag in Bayern nahe der A 70 bei Thurnau im Landkreis Kulmbach entdeckt. Keine Hinweise Eine Sonderkommission mit Beamten aus Baden-Württemberg, Bayern und dem Burgenland ist in Nickelsdorf auf Spurensuche, die sich aber sehr schwierig gestaltet. "Wir tappen nach wie vor im Dunkeln, wie die Frau aus dem Grenzbereich weggekommen ist", sagte ein Ermittler am Donnerstagnachmittag. Die Beamten haben unter anderem bereits Tankstellenbedienstete, Pannenfahrer und Grenzbeamte auf österreichischer und ungarischer Seite befragt, aber bisher noch keine brauchbaren Hinweise erhalten. Mordopfer hatte nur eine Handtasche dabei Auch sei noch nicht restlos geklärt, ob die 51-Jährige wie zunächst angenommen tatsächlich in einen deutschen Bus eingestiegen ist oder ob sie auf eine andere Art den Grenzübergang verlassen hat, so ein Beamter des vom Innenministerium an dem Grenzübergang eingerichteten österreichisch-ungarischen Kontaktbüros. Die ungarischen Behörden halfen bei der Feststellung der in Frage kommenden Busse, die sich als sehr schwierig erwiesen habe. Von einem roten Koffer und einem Rucksack, den die Frau bei sich gehabt haben soll, fehle weiterhin jede Spur. Auch die Autobahngendarmerie und die Straßenmeistereien sind an der Suche nach den Gegenständen beteiligt. Bei der Auffindung hatte das Mordopfer lediglich eine Handtasche bei sich gehabt. Weg zwischen Nickelsdorf und dem Auffindungsort in Deutschland Derzeit gebe es auch keinen Anhaltspunkt, welchen Weg die Frau zwischen Nickelsdorf und dem Auffindungsort in Deutschland genommen haben könnte. Im fraglichen Zeitraum habe sich die als sehr verlässlich geltende 51-Jährige auch nicht telefonisch zu Hause gemeldet. Die Ermittler - Angehörige der Kripo Schwäbisch-Hall, der Kripo Bayreuth (Bayern) sowie Beamte des Kontaktbüros - untersuchen penibel jedes Detail. Hinweise könnte etwa ein Merkblatt der Deutschen Botschaft liefern, das die Frau an der Grenze bekommen haben dürfte: Beide Seiten waren mit der Rückseite zueinander an allen vier Ecken zusammengeheftet. Nun hofft man, dass sich doch noch jemand an eine Begegnung mit der 51-Jährigen erinnert. "Bisher hat sich aber niemand gemeldet", so der Beamte. In Deutschland ist das Interesse an dem Fall groß: Für Hinweise, die zur Klärung des Falles führen, wurde eine Belohnung von 5.000 Mark (35.178 S/2.556 Euro) ausgesetzt. (APA/dpa)