Das französische Wirtschaftsministerium prüft nach Klagen der Unternehmen über immense Kosten für die UMTS-Mobilfunk-Lizenzen einen Zahlungsaufschub. Die vier 2002 fälligen Raten der beiden Lizenznehmer, France Telecom/Orange und des Medienkonzerns Vivendi Universal könnten in eine einzige Rate zum Jahresende 2002 umgewandelt werden, schrieb die französische Tageszeitung "Le Monde" (Dienstagausgabe) unter Berufung auf das Wirtschaftsministerium. Vivendi Universal hatte erst nach der Androhung von Sanktionen vor zwei Wochen die erste Rate von 619 Mill. Euro (8,5 Mrd. S) für eine UMTS-Lizenz bezahlt. Vivendi Universal will den im Frühjahr 2000 festgesetzten Preis von 4,95 Mrd. Euro für eine UMTS-Lizenz wegen der schwachen Wirtschaftslage neu verhandeln. Im Mai konnte die Regierung wegen der hohen Preise nur zwei von vier Lizenzen vergeben. Eine erneute Vergabe wird frühestens nach den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen im kommenden Frühjahr erwartet. (APA/Reuters)