Bregenz - Im Zuge der Rheintalautobahn (A14) wird in den kommenden Jahren eine Reihe neuer oder aufgewerteter Anschlussstellen gebaut. Bereits Ende November soll die Halbanschlussstelle Wolfurt-Lauterach beim Güterbahnhof Wolfurt für den Verkehr frei gegeben werden. Nach Baubeginn im Februar 2000 mussten nach einer später vom Verwaltungsgerichtshof abgewiesenen Beschwerde der Naturschutzanwaltschaft die nun vor dem Abschluss stehenden Arbeiten im Vorjahr unterbrochen werden. Darüber informierte Landesstatthalter und Straßenbaureferent Hubert Gorbach (F) im Pressefoyer nach der von ihm in Vertretung von LH Herbert Sausgruber (V) geleiteten Sitzung der Landesregierung. Morgen, Mittwoch, wird Gorbach im Verkehrsministerium in Wien über das Vorarlberger Autobahn-Anschlussstellenkonzept verhandeln. Unter anderem geht es darum, den seit 1997 als Provisorium geführten A14-Anschluss Bregenz-Weidach zu einer Vollanschlussstelle auszubauen. Das Vorprüfungsverfahren habe ergeben, dass in dem Fall eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) nicht erforderlich sei. Frühest möglicher Baubeginn für das 41,5 Mill. S Projekt (3 Mill. Euro) ist das zweite Halbjahr 2003, ebenso für den geplanten Halbanschluss (8,2 Mill. S/600.000 Euro) Lauterach-Wolfurt, der zusammen mit Wolfurt-Lauterach einen Vollanschluss bedeutet. Das Großprojekt Dornbirn-Süd (130 Mill. S/9,4 Mill. Euro) soll durch mehrere Kreisverkehrsanlagen zu einer Entschärfung der Verkehrsprobleme auf der "Messekreuzung" beim Einkaufszentrum Messepark führen. Frühestmöglicher Baubeginn ist laut Gorbach 2004. Ab Ende 2003, Anfang 2004 soll auch der A14-Anschluss in Bludenz-Bürs (66,2 Mill. S/4,8 Mill. Euro) mit Bündelung aller Zufahrten neu gebaut werden. Wichtig für die künftige Zufahrt in die Tourismusregion Montafon wird die groß angelegte Umfahrung Lorüns (B188). Das Auflageverfahren sei "endlich" eingeleitet worden. Frühester Baubeginn für das Bundesstraßenprojekt (367,5 Mill. S) sei das Jahr 2003. 2003 ist laut Gorbach auch die UVP für die seit langem kontrovers diskutierte Südumfahrung Feldkirch (623 Mill. S) durch den "Letzetunnel" vorgesehen. Dabei werde es mit Sicherheit um die größte Umweltverträglichkeitsprüfung in Vorarlberg handeln. In das Verfahren werde als betroffener "Anrainer" auch das Nachbarland Liechtenstein einbezogen, bekräftigte der Straßenbaureferent. Im Moment, so Gorbach, würden für das Einreichprojekt geologische und seismische Untersuchungen sowie andere Vorarbeiten durchgeführt. Mit dem Baubeginn rechnet Gorbach ab 2004/2005. (APA)