Wien - Stark unterschiedliche Preisentwicklungen im europäischen Vergleich gibt es derzeit bei Benzin und Diesel. Während Eurosuper in Österreich laut dieswöchiger Erhebung der EU-Kommission netto 37 Groschen über dem EU-Mittel und damit nahezu am oberen Ende der von der Mineralölwirtschaft zugesagten 40-Groschen-Marke lag, kostete Diesel demnach hier zu Lande sogar um 2 Groschen weniger als im EU-Durchschnitt. Der ÖAMTC verlangt angesichts dessen eine Senkung der heimischen Benzinpreise um 30 Groschen. Die OMV hat Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (V) bis auf weiteres unverbindlich zugesagt, die Nettopreise für Eurosuper und Diesel in Österreich im Jahresdurchschnitt nicht mehr als 40 Groschen über den EU-Durchschnitt anzuheben. BP und Shell sind gegen diese Vereinbarung. Sie plädieren für einen freien Markt ohne Bindung der österreichischen Preise an den EU-Durchschnittswert der Kommissionserhebung, halten sich aber ebenfalls an diese Zusage. Elf Länder teurer als Österreich Laut Erhebung waren Eurosuper am Montag vor Steuern bereits in elf EU-Ländern teurer als in Österreich. Ganz anders bei Diesel: Hier lagen nur noch drei Länder vor der Alpenrepublik. Portugal teuerstes Spritland Teuerstes Land bei Eurosuper war Portugal mit einem Nettopreis von 6,75 S. Am wenigsten verlangten die Mineralölkonzerne netto in Deutschland mit 3,31 S je Liter. In Österreich kostete der Liter Eurosuper netto 4,37 S. Bei Diesel verlangten die Mineralölkonzerne am meisten in Dänemark mit 5,17 S je Liter, am wenigsten mit 3,91 S in Frankreich. In Österreich wurden mit Stichtag netto 4,24 S je Liter Diesel verrechnet. Nach Steuern ist die Alpenrepublik weiterhin sowohl bei Eurosuper als auch bei Diesel das fünft billigste Land Europas, wobei ein Liter Eurosuper in Österreich laut EU-Erhebung im Durchschnitt zuletzt 12,09 S und ein Liter Diesel 9,88 S brutto kostete. (APA)