Brüssel/Jerusalem - Die Europäische Union hat die Ermordung des israelischen Tourismusministers Rehavam Zeevi scharf verurteilt. Der Hohe Repräsentant für die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der EU, Javier Solana, verlangte am Mittwoch in einer kurzen Stellungnahme, alles müsse getan werden, um die Täter vor Gericht zu bringen. Der für die Außenpolitik zuständige Kommissär Chris Patten verurteilte nach Angaben eines Sprechers den "feigen Anschlag", der sich auch gegen den israelischen Staat richte. "Die Mörder wollen zweifellos einmal mehr die Bemühungen um neue Bewegung im Nahost-Friedensprozess untergraben. Wir dürfen es ihnen nicht erlauben, ihre bösartigen Ziele zu erreichen", erklärte Patten in Brüssel. Der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon hat den palästinensischen Präsidenten Yasser Arafat persönlich für den Mord an Zeevi verantwortlich gemacht. Sharon kündigte am Mittwoch an, "Krieg bis zu bitteren Ende" gegen den Terrorismus zu führen. Auch Verteidigungsminister Benjamin Ben-Eliezer sagte in Jerusalem: "Nur Arafat ist verantwortlich. Er ist der Chef der Palästinenser-Behörde, und nur er ist verantwortlich." Arafat habe die Extremisten im Westjordanland und dem Gaza-Streifen nicht verhaften halten lassen. (APA/dpa/AP)