Auch österreichische Forscher waren am "Entdeckungs-Boom" speziell des 19. Jahrhunderts beteiligt (und wurden damit auch zu den Pionieren des Kolonialismus) - auch wenn ihre Reisen weniger bekannt sind als etwa die ihrer britischen Kollegen. In einer Kooperation präsentieren nun das Kunsthistorische Museum, das Völkerkundemuseum, das Naturhistorische Museum und das Heeresgeschichtliche Museum ausgewählte Objekte aus Sammlungen österreichischer Forscher im Künstlerhaus, um diese Wissenslücke zu stopfen. Was gezeigt wird Da gab es zum Beispiel eine im Auftrag des Kaisers Franz I. unternommene Brasilienreise (1817-1835) - und sogar ein Forschungsschiff der k.u.k.-Kriegsmarine, das 1857-1859 unter österreichischer Flagge erstmals die Welt umsegelte. Der Bogen der Ausstellung "Die Entdeckung der Welt - die Welt der Entdeckungen" spannt sich von der josephinischen Aufklärungszeit bis hin zum Ende der Österreichisch-Ungarischen Monarchie 1918, über 1000 Exponate sind zu sehen: Zeichnungen, Gemälde, Reiseandenken, Fotoalben, Tagebücher sowie Kameras und Vermessungsgeräte. (red)