Wien - Fast 60 Prozent des Passagierverkehrs am Flughafen Wien stellt die Gruppe um die börsenotierte Austrian Airlines (AUA), die in ihrem Krisenpaket auch bei den Flughafen-Gebühren anzusetzen hofft, um Kosten zu sparen. Es werde Gespräche mit dem AUA-Vorstand geben, erklärte am Donnerstag das Flughafen-Management. Über Gebühren sei die wirtschaftliche Lage einer Airline aber nicht wirklich verbesserbar, ließ das Flughafen-Management bereits wissen.AUA will bei Flughafen-Taxen sparen Regulierte Tarife hätten nur einen kleinen Anteil an den Gesamtkosten einer Fluglinie, sagte Flughafen Wien-Vorstand Herbert Kaufmann am Donnerstag auf der Gewinn-Messe. So koste etwa die Landegebühr für einen Airbus 330 oder 340 mit rund 50.000 S (3.634 Euro) so viel wie ein Business-Class-Ticket Wien-Chicago. "Wenn der Flughafen mit den Landetarifen um 20 Prozent billiger würde, wäre dies nur ein Fünftel eines einzigen Business-Class-Tickets". AUA will Wettbewerbsvorteile erzielen Man werde dies dem AUA-Vorstand kommunizieren, der Flughafen Wien wolle immer auch bessere Leistungen anbieten als seine Wettbewerber. Nach der Situation der AUA wurde am Donnerstag auf der Gewinn-Messe auch Bawag/P.S.K.-Chef Helmut Elsner als Aktionärsvertreter befragt. Nach Aussagen von Elsner geht es der AUA-Gruppe in der Luftfahrtskrise nach den Anschlägen in den USA "insgesamt ungleich besser als vielen ihrer Mitbewerber und auch der Gesamtbranche". Die AUA habe in der Vergangenheit viele Reserven angesammelt. Kleinaktionären empfahl er, auch bei dieser Aktie den Kopf nicht zu verlieren. (APA)