Wien - Bestellungen im Internet werden nach wie vor mit herkömmlichen Zahlungsmethoden beglichen. Über 80 Prozent der Einkäufe wurden laut 'Internetreport 2001' des deutschen Symposion Verlags in bar oder per Überweisung bzw. Nachnahme bezahlt, berichtete Volker Stöger, Account Manager von Alcatel Österreich, auf einer Veranstaltung der APA E-Business-Community, Donnerstag Abend, in Wien. Er sehe allerdings einen Trend zur stärkeren Anwendung elektronischen Geldes. "Hemmschwelle" Die "Hemmschwelle" beim virtuellen Einkauf sei vor allem auf die Sicherheitsbedenken der Österreicher zurückzuführen, die hier zu Lande stärker ausgeprägt seien als zum Beispiel in Großbritannien, erklärte Ricardo-Jose Vybiral, Marketing-Direktor bei Compaq Österreich. Während Käufer sich immer häufiger im Netz Produktinformationen holten, gebe es "eine Hemmschwelle, etwas über einem bestimmten Betrag zu kaufen". Primär müssten jedoch für die erfolgreiche Abwicklung eines Online-Geschäfts von Unternehmerseite einige "Schlüsselfaktoren" beachtet werden. Unklarheit über den Aufwand "In Zeiten wie diesen ist die Kosten-Nutzen-Rechnung besonders wichtig", so Vybiral. Es herrsche eine "Unklarheit über den Aufwand, den ein Unternehmen treiben muss, um ein erfolgreiches Webportal zu launchen". Gefragt seien laut einer Studie der IDC (International Data Corporation) aus dem Jahr 2001 eine schnellere Auftragsabwicklung und ein geringer administrativer Aufwand. Außerdem sei eine Marketingkampagne für den Erfolg unerlässlich. "Werbeeffekt ausweiten" "Gescheiterte 'dot-coms' haben teilweise den Fehler gemacht neue Marken ins Netz zu bringen, anstatt bestehende hineinzuholen." Große Unternehmen könnten aber durch ein E-Business-Portal sogar "den Werbeeffekt ausweiten", so Vybiral. Stöger sieht vor allem einen wachsenden Trend zum Einkaufen im Web bei Usern ab 40 Jahren. Diese seien die einzige Bevölkerungsgruppe, bei denen sich die Anzahl an Besuchen in Internetshops vermehrt habe. Dennoch sei die Zahl der Online-Shopper in der Altersgruppe von 30 bis 39-Jährigen größer. (APA)