Wien - Auch am Tag zwei nach der Einführung der äußerst umstrittenen Parkspur auf der rechten Seite der jetzt nur noch zweispurigen Roßauer Lände reißt die Diskusssion um die Sinnhaftigkeit dieser Einführung nicht ab. "Der Verkehr war flüssig bis dicht, es kommt aber immer wieder zu gefährlichen Situationen wegen der neuen Parkspur", erklärt Alfred Dier vom ÖAMTC im Gespräch mit der APA. Die Wiener VP wird im nächsten Gemeinderat einen Dringliche Antrag zum Thema einbringen. Verkehrsteilnehmer versuchen Überholmanöver "Am Freitag haben wir gegen neun Uhr vormittags rund 45 Autos auf der neuen Parkspur registriert. Dazwischen entstehen aber immer wieder große freie Flächen, auf denen Verkehrsteilnehmer Überholmanöver versuchen", betonte Dier. Der ARBÖ wiederum berichtet, dass vor allem deshalb auf der rechten Spur geparkt werde, weil diese gratis sei, auf der linken Parkspur jedoch eine Kurzparkzone bestehe. Soll die Parkspur bleiben oder nicht? Am Freitag, hat die Wiener VP-Fraktion im Gemeinderat namens ihres Klubobmanns Matthias Tschirf einen Dringliche Antrag im Rathaus eingebracht, der im nächsten Gemeinderat kommende Woche diskutiert werden muss. Darin wird der Bürgermeister aufgefordert, die versuchsweise eingerichtete Parkspur umgehend wieder rückgängig zu machen. "Die Ignoranz der SP-Stadtregierung und des Alsergrunder Bezirkschefs Hans Benke gegenüber den Anliegen der leidgeprüften Wiener Autofahrer machen diesen dringlichen Antrag leider notwendig", begründete Tschirf diesen Schritt. Das "stundenlange Stauchaos" auf der Roßauer und Spittelauer Lände sei einfach unerträglich. Die Junge ÖVP wiederum vermeldet einen Erfolg ihrer Protestmailingaktion: 200 User hätten insgesamt 20.000 Protestmails an 100 SPÖ-Politiker versandt.(APA)