Wien - FPÖ-Klubchef Peter Westenthaler hat Innenminister Ernst Strasser (V) am Samstag aufgefordert, seinen "Zick-Zack-Kurs" in Fragen der inneren Sicherheit zu beenden. Am Freitag habe der Innenminister dem Anti-Terror-Paket der FPÖ noch zugestimmt, jetzt sei er offenbar anderer Meinung. Im übrigen solle Strasser das Paket zuerst einmal studieren, so Westenthaler. Es enthalte "sinnvolle Maßnahmen"; dass einige davon der Genfer Flüchtlingskonvention widersprechen, sei "Unsinn". Der FPÖ-Klubchef betonte, er stehe "im besten Einvernehmen mit den wichtigsten Innenministern Europas. Wenn sich Strasser nicht in dieser Reihe sieht, dann ist das sein Problem. Es ist nur schade für Österreich. Die Österreicher sollten einen ähnlich kompetenten Innenminister haben wie die Deutschen." Und zur Kritik Strassers an jenen, die im Saloon stünden und aus der Hüfte schießen: "Lieber im Saloon als im linken Traumland, wo Sicherheit nichts zählt." FPÖ-Klubchef Peter Westenthaler will nun auf eine rasche Umsetzung des von seiner Partei bei der Klubklausur in den vergangenen Tagen erarbeiteten Anti-Terror-Pakets setzen. Dabei sehe er kein Problem mehr, nachdem der zuständige Innenminister Ernst Strasser (V) in einer ersten Reaktion keinen einzigen Punkt kritisiert habe, "sondern sogar davon sprach, das Paket noch weiter auszubauen", sagte Westenthaler am Samstag in einer Aussendung.(APA)