Wien - Die Wiener City Cinemas Lichtspieltheater GmbH muss im Laufe der kommenden Woche Ausgleich anmelden. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin "Format" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe. Der Gruppe von Innenstadtkinos gehören traditionsreiche Häuser wie Gartenbau, Kolosseum, Metro, Cine Center, Studio Schottentor (ehemals De France), Flotten und Top an. Über die Höhe der Schulden macht das Magazin in seiner Vorabmeldung keine Angaben. Die Kinos standen bis 1999 im Eigentum der gemeindeeigenen Kiba-Gruppe. Um eine feindliche Übernahme der deutschen Constantin-Film AG zu verhindern, sprangen heimische Investoren wie der Kärntner Multimilliardär und SEZ-Gründer Egon Putzi, der Immobilienhändler Günter Kerbler, die Produzenten Helmut Gasser (Allegro Film), Kurt Stocker und Danny Krausz (Dor Film) sowie der Verleiher und Kinobetreiber Michael Stejskal (Filmladen bzw. Votiv Kino) ein. Sie wollten mit Qualitätskino in urbaner Umgebung den Kampf mit den Multiplex-Kinos aufnehmen. Aber auch sie konnten nun die durch die Großkino-Welle in Wien ausgelöste Insolvenz nicht verhindern. Nach Angaben des Magazins wollen die Eigentümer durch den Ausgleich und mit Hilfe von Partnern die finanziell schwer angeschlagenen Lichtspieltheater wieder aufmöbeln. Laut "Format" dürften jedoch Top-, Schottentor und eventuell auch das Kolosseum-Kino geschlossen werden. (APA)