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Gaza - Palästinenserpräsident Arafat hat an die internationale Staatengemeinschaft appelliert, gegen den Vorstoß der israelischen Armee im Westjordanland einzuschreiten. Wie der Informationsminister der Palästinenserbehörde in der Nacht zum Sonntag mitteilte, habe sich Arafat deshalb mit den Regierungen mehrerer arabischer und westlicher Staaten sowie mit UNO- Generalsekretär Annan in Verbindung gesetzt. Israelische Truppen waren nach dem Mordanschlag an Tourismusminister Rehawam Zeewi in den vergangenen Tagen mit Panzern in sechs autonome Palästinenserstädte im Westjordanland eingedrungen. Es ist die umfangreichste Offensive seit Ausbruch der Intifada im Herbst vergangenen Jahres. Nach palästinensischen Angaben kamen bei der Militäraktion seit Mittwoch mindestens 21 Palästinenser ums Leben, Dutzende seien verletzt worden. Die Palästinenser beschuldigen Israel, die Palästinensische Autonomiebehörde beseitigen zu wollen. Israel erklärte dagegen, es wolle militante Palästinenser daran hindern, weiterhin Angriffe gegen israelische Ziele zu unternehmen. Die Autonomiebehörde warf der israelischen Regierung außerdem vor, sie wolle unter palästinensischer Kontrolle stehende Gebiete wieder besetzen und die palästinensische Regierung untergraben.(APA/dpa)