Madrid - Mehr als 10.000 Menschen haben am Sonntag in Madrid gegen die US-Angriffe in Afghanistan demonstriert. Zu der Kundgebung hatten die großen spanischen Gewerkschaften CCOO und UGT sowie die Kommunisten aufgerufen. "Den Terror bekämpft man nicht mit Krieg, sondern mit Frieden und Gerechtigkeit", hieß es in einer Erklärung, die die Schauspielerin Pilar Bardem zum Abschluss des Protestmarsches verlas. Darin wurden die USA aufgerufen, die Bombardements und anderen militärischen Aktionen in Afghanistan zu stoppen. Der Parteichef der pro-kommunistischen Vereinten Linken (IU), Gaspar Llamazares, betonte: "Krieg und Rache haben nur zur Folge, dass es in Afghanistan immer mehr Opfer gibt." Internationale Konflikte sollten von den Vereinten Nationen gelöst werden. Friedensmarsch in Ungarn Auch in Ungarn demonstrierten Hunderte Menschen gegen Krieg und Gewalt. Ein 15 km langer Friedensmarsch führte die Teilnehmer am Sonntagabend von Kaposvar nach Taszar, wo sich die Militärbasis der amerikanischen Armee für den Einsatz am Balkan befindet. Vor dem Haupteingang der US-Basis wurde in ungarischer und englischer Sprache ein Brief verlesen, in dem sowohl US-Präsident George W. Bush als auch der mutmaßliche Terrordrahtzieher Osama bin Laden zu einer "gewaltfreien Welt, in der weder der Terrorismus noch der dagegen gerichtete Krieg einen Platz hat", aufgerufen wurden. Solidaritätskundgebung Zur gleichen Zeit versammelten sich hunderte Menschen in Budapest zu einer Solidaritätskundgebung mit den Opfern der Terroranschläge in den USA . Nach Berichten des ungarischen Rundfunks nahmen sowohl Vertreter der Regierung als auch des diplomatischen Corps an der Veranstalung teil. Hunderte Kerzen wurden auf dem riesigen Platz angezündet und als Zeichen des Mitgefühls aufgestellt. (APA)