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Foto:APA/Schlager
Wien - Männer geraten zunehmend unter den Leistungsdruck, "schön" zu sein. Mehr als eine Million Amerikaner haben sich im Jahr 2000 für den Gang zum plastischen Chirurgen entschieden, das sind bereits mehr als 14 Prozent aller in den Staaten durchgeführten kosmetischen Operationen. Das gewandelte männliche Selbstverständnis füllt aber nicht nur zunehmend Schönheitskliniken und Fitness-Studios, sondern verändert auch die Pflegegewohnheiten daheim vor dem Badezimmerspiegel. "Typisch männlich" sind von der Rasur hervorgerufene Hautreizungen, aber auch unreine, unebene Haut. Die gute Nachricht: Männerhaut ist robuster und deshalb vor Umweltbelastungen besser geschützt und länger faltenfrei. Denn da ihre Hornschicht mehr Zellschichten und die Dermis mehr Collagen enthält, ist sie um rund 20 Prozent dicker als Frauenhaut. Mehr Akne und fahler Teint Die negativen Besonderheiten der Männerhaut sind Unreinheiten, Fettglanz, grobe Poren, fahler Teint und Akne, da sie über mehr und größere Talgdrüsen verfügt. Die Talgausschüttung wird durch das männliche Hormon Testosteron und das daraus produzierte Dihydrotestosteron gesteuert und bleibt von der Pubertät bis ins hohe Alter nahezu unverändert. Wegen der gleichbleibend guten Versorgung mit Fetten sind die Hauttypen "fettige Haut" und "Mischhaut" am häufigsten vertreten. Gute Pflegeprodukte für "ihn" sollten daher feinflüssig sein, nicht fetten und mattieren. Aber auch ölige Haut kann unter Feuchtigkeitsmangel leiden. Das bekommen Männer vor allem mit zunehmendem Alter zu spüren, wenn sich die natürlichen Feuchtigkeitsfaktoren verringern. Verstärkt wird dieser Prozess durch die "typisch männliche" Neigung, sich eher mit normaler Seife zu waschen, als ein schonendes Reinigungsprodukt zu verwenden. Bart als Sonderproblem Eine spezielle Problemzone ist der Bart. Er setzt sich aus rund 15.000 Haaren zusammen und wächst durchschnittlich 13,7 Zentimeter pro Jahr. Die tägliche Rasur belastet die Haut stark und beeinträchtigt den Hydrolipidfilm. Außerdem kommt es zu kleinen Verletzungen an der Gesichtsoberfläche und zu Austrocknung. Das sind die häufigsten Probleme von Männerhaut: Auf das Rasieren führen Experten zurück, dass 60 Prozent der Vertreter des angeblich stärkeren Geschlechts über Reizungen klagen, 47 Prozent über trockene Haut und 39 Prozent über leichte Verletzungen durch die Rasur. 28 Prozent bekommen regelmäßig Unreinheiten, 17 Prozent haben zumindest hin und wieder Pickel. Männerkosmetik Männerkosmetik wie die neue Pflegeserie "Vichy Homme" von Vichy Laboratoires, duftet nicht nur anders als "ihre" Cremes und Gels, sie enthält auch eine Reihe spezieller, auf die verschiedenen Problembereiche abgestimmte Wirkstoffe. Zum Beispiel Aluminiumsalze, die die Poren verengen, ohne sie zu verstopfen. Magnesium soll die Widerstandskraft der Haut und ihre Spannkraft erhöhen sowie Feuchtigkeit binden. Oligo-Zink, eine Kombination aus Zink und dem aus Braunalgen gewonnenen Zucker Phycosasccharid, fördert die Wundheilung und wirkt beruhigend und adstringierend. Pantothensäure (Vitamin B5) kann Entzündungen hemmen, die Abwehrkräfte verbessern und den Stoffwechsel der Hautzellen regulieren. Vitamin B6 reguliert die Talproduktion und klärt. Die "Stoffwechselpolizei" Ascorbinsäure (Vitamin C) neutralisiert so genannte Freie Radikale (schädliche Sauerstoffverbindungen, Anm.), fördert die Collagensynthese und stimuliert das Bindegewebe. Ungesättigte Fettsäuren (Vitamin F) halten die Feuchtigkeit in der Haut. Kupfersalz, enthalten beispielsweise in einem speziellen Wirkstoffkomplex von Vichy Homme, werden antiseborrhöische und antibakterielle Eigenschaften zugeschrieben. (APA)