Guatemala-Stadt - Weil sie zwei Zentner Dünger und vier Dutzend Getränkedosen gestohlen haben sollen, sind in Guatemala drei Männer gelyncht worden. Ein wütender Mob in dem Dorf Matucuy habe die drei mutmaßlichen Diebe verprügelt und anschließend bei lebendigem Leibe verbrannt, teilte die Gouverneurin der nördlichen Provinz Baja Verapaz, Vidalia Dubón, am Montag mit. Die Dorfbewohner hätten sich geweigert, die Männer an die Exekutive zu übergeben. Nach Polizeiangaben retteten Sicherheitskräfte im Süden des Landes drei weitere Männer vor dem Lynchmord. Nach Angaben der UN-Mission in Guatemala (Minugua) wurden seit 1996 in dem mittelamerikanischen Land mehr als 260 Menschen in Selbstjustiz öffentlich hingerichtet. (APA)