Wien - Am Dienstag Abend wird im Rahmen eines Festes im Palmenhaus im Wiener Burggarten der "Vienna Video Award 2001" vergeben. Bereits am Vormittag wurde die Wahl, die von der 8-köpfigen Jury (darunter Architekt Gregor Eichinger und Filmemacher Edgar Honetschläger) aus beinahe 300 eingereichten Arbeiten getroffen wurde, der Presse präsentiert. Der erste Preis (und damit ein Sony Camcorder im Wert von 63.000 Schilling) geht an "Gretel rules o.k." von Stefanie Seibold. "Die Arbeit überzeugt durch ihren direkten Zugriff auf das Medium Video und wie dieses im Sinne einer Erzählung verwendet werden kann", heisst es in der Jury-Begründung. Der zweite Preis (20.000 Schilling) geht an "Someone Somewhere" von Denis Skvertov, der dritte (10.000 Schilling) an "Tomatenköpfe" von Paul Horn und Harald Hund. Ein Sonderpreis der Jury wurde "Alien Nation" von Hamid Reza Tavakoli verliehen, den Sonderpreis Werbung erhielt "Selbstinzenierung ist die erste Pflicht des Bürgers" von Susanne Schuda. "Es bleibt festzuhalten, dass die getroffene Auswahl in keiner Weise der grossen stilistischen Bandbreite der eingereichten Arbeiten entsprechen konnte", merkt die Jury in einer Aussendung zu ihrer Entscheidung an, "So sind viele Subgenres leider unberücksichtigt geblieben, hierzu zählen vorwiegend solche aus dem Bereich der abstrakten Bildsprache, wie sie in computergenerierten Videoclips Verwendung finden. Ausgezeichnet wurden hauptsächlich Arbeiten, die den vielfältigen Umgang mit dem Medium auf einer narrativen Ebene demonstrieren." Eingereicht werden konnten VHS-Arbeiten, die nicht älter als ein Jahr und nicht länger als drei Minuten sein durften, für Alter und Nationalität der Teilnehmer gab es keine Beschränkung. Unter viennavideoaward.net werden ab 24.10. Ausschnitte aus den preisgekrönten Videos zu sehen sein. (APA)