München - Im deutschen Profi-Fußball sind nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" verdeckte Lohnzahlungen an Profis ohne Wissen des Fiskus an der Tagesordnung. Über schwarze Kassen, die über verschleierte Einnahmen aus Freundschaftsspielen und Hallenturnieren gefüllt würden, würden Zahlungen an Spieler fließen, heißt es nach Angaben der Zeitung in einem Dossier der Oberfinanzdirektion Münster.Gelder außerhalb der Vertragsvereinbarungen Die Zahlungen würden aber "weder umsatz- noch lohnversteuert und auch von den Spielern nicht in ihrer Einkommenssteuererklärung angegeben", zitiert die Zeitung aus dem vertraulichen Bericht. Demnach erhielten fast alle Profi-Kicker "Gelder außerhalb der Vertragsvereinbarungen", zitiert die Zeitung aus dem Dossier "Steuerhinterziehung beim Transfer von Bundesliga-Fußballspielern" weiter. Kaum ein Wechsel ohne Handgeld Kaum ein Fußballer wechsele etwa ohne die teilweise millionenschweren Handgelder. Diese würden zuweilen durch fingierte Rechnungen etwa für "Spielerbeobachtung, Werbekonzepte oder Transferberatung" verschleiert, berichtete die Zeitung unter Berufung auf die OFD. Eine zentrale Rolle bei den dunklen Geschäften vorbei am Fiskus kommt nach Einschätzung der Behörde den Spielerberatern zu. Für die "Rechnungslegung" des Vereins stellten diese ihre eigene Firma oder Briefkastenfirmen etwa in Liechtenstein oder der Schweiz zur Verfügung. (APA/dpa)