Wien - Die Energiekosten für private Haushalte sind auch im September 2001 gesunken, und zwar um 2,6 Prozent auf Jahresbasis, nachdem sie zuvor im August erstmals seit langem - um 0,5 Prozent - rückläufig waren. Das Preisniveau gedrückt haben vor allem Verbilligungen bei den Treibstoffen, die derzeit um 3,2 Prozent günstiger sind als im Jahresschnitt 2000, und bei Strom, wie die Energieverwertungsagentur (E.V.A.) am Mittwoch mitteilte. Gegenüber dem Vormonat August stiegen die Energiepreise im September um 1,0 Prozent. Inflationsdämpfer Wie berichtet, stieg der Verbraucherpreisindex (VPI) im September um 2,6 Prozent. Ohne Energie wäre die Jahresteuerung nach Berechnung der E.V.A. mit 3,0 Prozent höher ausgefallen, Energie hat somit die Inflation in Österreich gedämpft. Sprit war im September um 6,5 Prozent billiger als noch vor zwölf Monaten, Heizöl um 10,2 Prozent und Strom um 0,8 Prozent. Während der Strompreis verglichen mit dem August-Niveau unverändert blieb, wurde Normalbenzin um 1,8 Prozent teurer, Superbenzin um 1,6 Prozent und Diesel um 1,9 Prozent. Die Heizölpreise stiegen durchschnittlich um 2,9 Prozent gegenüber dem Vormonat. Im Jahresvergleich musste für Normalbenzin im September um 4,5 Prozent, für Superbenzin um 6,0 Prozent und für Diesel um 8,5 Prozent weniger bezahlt werden. Laut E.V.A. wenden die heimischen Haushalte durchschnittlich bereits fast 37 Prozent ihrer Energieausgaben für Treibstoffe auf. Davon entfällt rund ein Drittel auf Diesel. Preistreiber Gas Preistreiber war im September weiterhin Gas, das in den letzten zwölf Monaten um 9,8 Prozent teurer wurde. Die Preise für Fernwärme stiegen im Jahresabstand um 2,8 Prozent und blieben - wie auch bei Gas - im Vergleich zum Vormonat August unverändert. (APA)