Linz - Die Mehrheit der Österreicher leidet unter Zeitmangel - und als größter "Zeitdieb" wird die Hausarbeit festgemacht. Das ist das Ergebnis einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes "Market".

66 Prozent der Befragten erklärten bei der Umfrage, ihnen vergehe die Zeit zu schnell. Weitere 26 Prozent meinten "teils, teils". Nur acht Prozent hatten den persönlichen Eindruck, die Zeit vergehe "nicht zu schnell".

Auf die Frage nach den zeitraubendsten Tätigkeiten nannten 49 Prozent die Hausarbeit, 31 Prozent Behördenwege, 22 Prozent Arztbesuche, 21 Prozent das Einkaufen. Für 17 Prozent war das Warten auf öffentliche Verkehrsmittel ein "Zeitkiller". Jeweils zwölf Prozent empfanden das Lesen von Post und E-Mails sowie Autofahren als Zeitdiebe. Für sieben Prozent war es das Helfen bei den Hausaufgaben der Kinder, für vier Prozent das Autowaschen.

Familie und Tratsch

Es gibt aber auch Tätigkeiten, für die sich die Österreicher gerne Zeit nehmen. 47 Prozent lassen sich von der Familie gerne die "Zeit stehlen", 46 Prozent freuen sich über einen Tratsch mit einer netten Person, für 23 Prozent ist Zeitungslektüre ein angenehmer Zeitvertreib.

16 Prozent verbringen die Zeit gerne mit Spazierengehen, 15 Prozent mit Schaufensteranschauen, 13 Prozent mit einem Kaffeehausbesuch, zehn Prozent mit Radiohören. So gut wie keine Zeit stehlen lassen wollen sich die Befragten von Reklame, Info-Ständen der Non-Profit-Organisationen und der Parteien.

Einen kurzfristigen Zeitgewinn indes gibt es am Sonntag (28. Oktober). Um 3 Uhr endet die Sommerzeit, die Uhren müssen um eine Stunde zurückgestellt werden. (chr,derstandard,print-ausgabe,25.10.2001)