Graz - Für großes Missfallen in ÖVP-Kreisen haben Aussagen des steirischen SPÖ-Landesrates Kurt Flecker hervorgerufen, der sich wiederholt "Entgleisungen" gegenüber der Bundesregierung geleistet habe. Insbesondere kritisiert wird von VP-Klubobmann Reinhold Lopatka ein Inserat in einer Gratis-Zeitung, in dem die VP-FP-Regierung mit einem Putsch-Regime verglichen wird. Lopatka forderte eine sofortige Entschuldigung Fleckers. "Ihre Methoden sind nicht gerade demokratisch und erinnern an ein durch Putsch installiertes Regime", heißt es unter Bezugnahme auf die Bundesregierung in dem Inserat, das in der am Donnerstag erschienenen Ausgabe des "neuen Grazer" als "Kommentar" veröffentlicht ist. Schon bei einer Demonstration von Studierenden am 11. Oktober habe sich Flecker "Entgleisungen" erlaubt und "zum zivilen Widerstand" aufgefordert sowie Österreich als "Bananenrepublik abgekanzelt", so Lopatka. "In ihrer völligen Orientierungslosigkeit mögen Spitzenvertreter der steirischen SPÖ nicht vergessen, dass sie eigentlich einer Regierungsfraktion angehören und keiner fundamental oppositionellen außerparlamentarischen Gruppe", formulierte der VP-Klubobmann in der Aussendung. Es stelle sich die Frage, wie lange Parteichef Peter Schachner-Blazizek dem "skandalösen Treiben seines Linksaußen in der Regierung" noch zusehen wolle. (APA)