New York - Bei den Terroranschlägen auf das World Trade Center in New York am 11. September sind möglicherweise viel weniger Menschen umgekommen, als bisher von den Behörden angegeben wurde. Die tatsächliche Zahl könne um etwa 1.800 unter der bisher noch als offiziell geltenden Opferbilanz liegen, schreibt die Zeitung am Donnerstag unter Berufung auf umfangreiche eigene Recherchen. Die Stadtverwaltung von New York hatte die Todeszahlen nach dem Einsturz der Türme bereits mehrfach nach unten korrigiert. Während die Behörden unmittelbar nach den Selbstmordanschlägen mit zwei entführten Flugzeugen von etwa 6.700 Toten ausgegangen waren, lag die offizielle Angabe über Vermisste sowie über bestätigte Tote am Mittwoch bei insgesamt 4.764 Menschen. Demgegenüber nennt die "New York Times" jedoch die Zahl von "etwa" 2.950. Die Zeitung beruft sich dabei auf umfangreiche eigene Auswertungen einer Vielzahl von Quellen. Dazu gehörten die Vermisstenlisten aller Firmen, die im World Trade Center tätig waren. Die Zeitung nennt keine Gründe für die hohe Differenz zwischen der von ihr ermittelten und der offiziellen Zahl. (APA/dpa)