Wien - Kompetenzwirrwarr, zu geringe Budgets und der ungeklärte Umgang mit der Jagd schwächen Österreichs fünf Nationalparks: so weit das Ergebnis einer Evaluierung des World Wide Fund for Nature (WWF) anlässlich des Nationalfeiertags.

So habe im Kärntner Teil des hochalpinen Hohe-Tauern-Schutzgebiets, im Unterschied zu Salzburg und Tirol, ein "vorbildliches Management" ohne Wildabschüsse in der Kernzone aufgebaut werden können. Knapp sei das Geld dort ebenso wie in den Nationalparks Kalkalpen, Donauauen, Neusiedlersee und Thayatal. Das Jahresbudget von 120 Millionen Schilling (8,7 Mio.EURO) "entspricht den Kosten für einen Kilometer Autobahn", erläuterte WWF-Mitarbeiter Stefan Moidl.

In der steirischen Gemeinde Admont haben am Sonntag bei einer Volksabstimmung indes 59 Prozent der Bürger gegen den geplanten Nationalpark Gesäuse gestimmt. Nur acht Prozent der Schutzgebietsfläche würde im Gemeindegebiet liegen. (bri,derstandard,print-ausgabe,27.10.2001)