Los Angeles - In Hollywood hat die Zahl der Beschäftigten in der Unterhaltungsbranche den tiefsten Stand seit vier Jahren erreicht. Nach einem Bericht der "Los Angeles Times" vom Freitag haben die Terroranschläge auf New York und Washington die ohnehin angespannte Auftragslage in der Filmmetropole drastisch verschärft. Sparmaßnahmen der Studios und die Verschiebung vieler Projekte haben vor allem in kleineren Betrieben zu Entlassungen geführt. Den Statistiken zufolge waren im Monat September nur 143.500 Menschen in der Unterhaltungsindustrie beschäftigt, die niedrigste Zahl seit Juni 1997. In Top-Monaten wie dem November 1998 sind über 158.000 Menschen im Film- und Fernsehgeschäft tätig. "Jeder hat die Bremse angezogen und Projekte neu überdacht", sagte Gabe Videla, Besitzer einer Firma für Spezialeffekte, der "Los Angeles Times". Ein weiteres Zeichen für die Auftragskrise in Hollywood ist dem Bericht zufolge die geringe Zahl der Filme, die an Orten außerhalb der Studios gedreht werden. Im September 2001 wurden in den Straßen von Los Angeles nur halb so viele Spielfilme gedreht wie im September vor zwei Jahren. Cynthia Huffman, Chefin einer der größten Casting-Agenturen in Hollywood bestätigt den Trend. Gewöhnlich vermittelt sie pro Monat 3000 - 6000 kleine Fernseh-Rollen an Statisten und Schauspieler. In den letzten Wochen sei das Geschäft um die Hälfte zurückgegangen, sagt Huffman dem Blatt. Die kleinen Rollen seien die ersten, die weggekürzt werden. (APA)