Basel/Zürich - Das Schweizer Luftfahrtunternehmen Crossair hält seine angekündigte außerordentliche Generalversammlung am 6. Dezember ab. Dabei sollen die Aktionäre über die Kapitalerhöhung und die Einführung einer Einheitsaktie befinden. Zudem soll der Verwaltungsrat neu gewählt werden. Es stehe noch nicht fest, ob auch der neue Name der Gesellschaft ein Thema der außerordentlichen Generalversammlung sein werde, sagte ein Crossair-Sprecher am Montag. Zur Generalversammlung sind rund 12.000 Crossair-Aktionäre geladen. Kapitalerhöhung Wie vergangene Woche mitgeteilt, soll der Crossair durch eine Kapitalerhöhung 2,74 Mrd. Franken (1,85 Mrd. Euro/25,5 Mrd. S) neues Eigenkapital zufließen. Dabei soll den bisherigen Aktionären sowie Genussschein-Inhabern 9,785.714 neue Namensaktien (vor Splitt) angeboten werden. Zugleich sollen alle Aktien im Verhältnis 1:5 gesplittet und die Genussscheine der Gesellschaft im Verhältnis 1:2 in Namensaktien umgewandelt werden. Die Crossair ist auf die vor dem finanziellen Kollaps stehenden Swissair-Technik-Töchter angewiesen. Atraxis, SR Technics und Swissport benötigen zum Überleben dringend mehrere 100 Mill. Franken. Ziel bleibe die Fremdwartung, so Crossair-Sprecher Manfred Winkler am Montag. Crossair brauche die Swissair-Technik, obwohl sie eine eigene Abteilung betreibt. Welche Teile für die neue Fluggesellschaft unabdingbar sind, sei derzeit schwer abschätzbar. Verkaufsverhandlungen für Swissair-Töchter ziehen sich Die Verkaufsverhandlungen für die in Liquiditätsengpässe geratenen Swissair-Töchter SR Technics und Atraxis schreiten nur zögerlich voran. Einzig bei Swissport zeichnet sich ein Abschluss ab, hier sollten bis Mitte November die Verhandlungen mit der britischen Investmentgesellschaft abgeschlossen sein. Noch keine Angaben sind bei der Wartungsfirma SR Technics und beim Informatikunternehmen Atraxis erhältlich. Im kürzesten Fall seien für eine entsprechende Veräusserung Verhandlungen von rund drei Monaten nötig, sagte SR Technics-Sprecher Dominik Müller. SR Technics baut bis Ende März den Personalbestand um 800 auf 2.800 Mitarbeiter ab.Details zur geplanten Zusammenarbeit mit der deutschen Lufthansa waren bei der Informatik-Tochter Atraxis bislang nicht erhältlich. Diese seien weiterhin Gegenstand von Verhandlungen, sagte eine Sprecherin. Lufthansa sei nach wie vor an Atraxis interessiert. (APA/sda)