Tokio - Eine Studie in Japan macht das so genannte Touristenklasse-Syndrom für den Tod von vier japanischen Fluggästen verantwortlich. Die vier Personen seien zwischen 1993 und 2000 an Beschwerden nach Langstreckenflügen gestorben, hieß es in der am Sonntag vorgestellten Untersuchung des regierungsnahen Aeromedizinischen Forschungszentrums. Insgesamt seien in dieser Zeit mindestens 44 Passagiere in Krankenhäusern behandelt worden. Das Touristenklasse-Syndrom umfasst verschiedene Beschwerden, unter anderem wird das beengte Sitzen in Flugzeugen auch für Thrombosen verantwortlich gemacht. Besonders anfällig waren der Studie zufolge Frauen mit hohem Blutdruck. Von den 44 erfassten Patienten waren 40 Frauen, das Durchschnittsalter lag bei 61 Jahren. Die Untersuchung stellte auch einen Zusammenhang zwischen den Beschwerden und mangelnder Bewegung während des Flugs her. Die Betroffenen seien nur 0,5 Mal aus ihren Sitzen aufgestanden - die meisten blieben also über den gesamten Flug hinweg sitzen, der durchschnittlich 11,6 Stunden betrug. (APA/AP)