Belgrad - Die internationale Menschenrechtsorganisation"Human Rights Watch" hat in Belgrad ihren 600 Seiten umfangreichen Bericht über die Kriegsverbrechen im Kosovo präsentiert. Darin werdend die früheren jugoslawischen und serbischen Behörden sowie ihre Sicherheitskräfte beschuldigt, aus der früheren südserbischen Provinzwährend des Krieges in den Jahren 1998/99 rund 800.000 Kosovo-Albaner vertrieben zu haben. Zudem wurden Dokumente über die Ermordung von 3.453 Personen gesammelt. Ihre Zahl dürfte nach Ansicht der HRW-Forscher allerdings höher liegen. Der umfangreiche Bericht befasst sich auch mit den Verbrechen der UCK während des Krieges sowie nach den NATO-Luftangriffen. Der NATO-Allianz werden Verstöße gegen die Menschenrechte vorgeworfen. Die UCK-Verbrechen werden in drei Gruppen aufgeteilt - ethnische Säuberung des Kosovo-Gebietes während des Krieges, als die "Befreiungsarmee" eine Zeit lang 40 Prozent der Kosovo-Region unter Kontrolle gehalten hatte, ferner Massenmorde und Vertreibung der nicht albanischen Bevölkerung nach dem Abzug der jugoslawischen Sicherheitskräfte aus dem Kosovo. (APA)