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apa/Frank May
Tel Aviv - Große Mengen Knoblauch dienen einer israelischen Studie zufolge der schlanken Linie. Dies gelte zumindest für Ratten, sagte Prof. Talma Rosenthal vom Schiba-Krankenhaus bei Tel Aviv am Dienstag. Alicin, ein Stoff im Knoblauch, verhinderte das Ansetzen von Fett bei einer Gruppe von zehn Ratten, die über mehrere Wochen mit zuckerreichem Futter ernährt wurden. Bei einer Kontrollgruppe, der bei gleicher Futtergabe kein Alicin verabreicht wurde, kam es hingegen zu einer Gewichtszunahme. Im Rahmen der Studie, an der auch Prof. David Mirelman vom Weizmann-Institut in Rechovot beteiligt war, wurde den Ratten täglich acht Milligramm synthetisiertes Alicin pro Kilogramm Körpergewicht in flüssiger Form verabreicht. Das entspricht in etwa dem Alicin-Gehalt einer Knoblauchzehe. Rosenthal, Leiterin der Abteilung für Bluthochdruck im Schiba-Krankenhaus geht davon aus, dass sich die Untersuchungsergebnisse in eingeschränkter Form auch auf den Menschen übertragen lassen. "Es sind aber natürlich noch viele Studien notwendig, bevor etwa an ein Medikament für Menschen zu denken ist", betonte sie. Es sei unklar, welche Nebenwirkungen Alicin in großen Mengen haben könnten. Von den auf dem Markt erhältlichen Knoblauch-Trockenprodukten halte sie wenig, sagte Rosenthal. "Das Alicin wird aktiviert, wenn der Knoblauch zerquetscht wird. In den Trockenpräparaten hält es sich gar nicht lange genug", meint sie. Daher sei frischer Knoblauch ihrer Ansicht nach empfehlenswerter. Es sei schwer zu sagen, wie viele Zehen täglich notwendig seien, um eine Gewichtszunahme zu verhindern. "Die Quantität lässt sich natürlich nicht von den Ratten auf den Menschen übertragen. Sicherlich sind es mindestens mehrere Zehen." Die Studie bestätigte zudem, dass Alicin - das auch für den starken Geruch des knolligen Gewächses verantwortlich ist - den Blutdruck senkt, sich günstig auf den Zucker-Metabolismus auswirkt sowie den Fettpegel im Blut senkt.(APA/dpa)