Moskau - Einer neuen Regierung für Afghanistan sollen nach Auffassung Russlands keine Mitglieder der Taliban angehören. Der russische Außenminister Igor Iwanow sagte bei einem Treffen mit seinem spanischen Kollegen Josep Pique am Dienstag in Moskau, es sei falsch, bei den Taliban zwischen Vertretern einer moderaten und einer harten Linie zu unterscheiden. "Die Taliban sind voll verantwortlich für das, was in Afghanistan passiert, sie sind schuld an der Tragödie des afghanischen Volkes", erklärte Iwanow nach Angaben der Nachrichtenagentur ITAR-TASS. Die neue Führung Afghanistans solle mit internationaler Zustimmung aus Vertretern aller Volksgruppen gebildet werden. Weiteres Thema des Treffens mit dem spanischen Außenminister war die russische Zusammenarbeit mit der Europäischen Union, in der Spanien im ersten Halbjahr 2002 die Ratspräsidentschaft hat. Über den Kampf gegen den internationalen Terrorismus sprach Iwanow am Dienstag auch mit dem libyschen Außenminister Abderrahman Mohammed Shalgam. Dieser war zu bilateralen Gesprächen über den Ausbau von Handel und technologischer Zusammenarbeit in Moskau. (APA/dpa)