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Protestaktion in Nepal "Stop selling girls and women from Nepal to Indian red light districts"

Foto:Devendra M Singh/APA
Wien - Nach den letzten UNICEF-Zahlen werden allein in den zentral- und westafrikanischen Staaten jedes Jahr rund 200.000 Kinder zu Opfern des Menschenhandels. "Bei den Frauen ist dieses Problem noch viel größer", meinte Burkhard Dammann vom UNO-Zentrum für internationale Verbrechensverhütung (CICP) am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Wien. Vergangene Woche haben sich deswegen Experten aus dieser Region auf eine Deklaration geeinigt und einen Aktionsplan gegen den Menschenhandel erstellt. Strengere Gesetze gegen das Verbrechen des Menschenhandels Abgehalten wurde das Treffen vom UNO-Büro für Drogenkontrolle und Verbrechensprävention (ODCCP) und den Staats- und Regierungschefs der Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten (ECOWAS). Der Plan sei es, innerhalb von drei Jahren festgesetzte Ziele bezüglich dieses Problems zu erreichen. Diese seien u.a. strengere Gesetze gegen das Verbrechen des Menschenhandels, die nötigen administrativen Strukturen mit den NGOs vor Ort zu aufzubauen und den Schutz der Opfer vor ihren Händlern, insbesondere Frauen und Kinder, zu wahren. Öffentliche Kampagnen Weiters sollen öffentliche Kampagnen auf dieses Problem auf merksam machen. Auch die Aufklärung der örtlichen Polizei, der Zollbeamten, der Mitarbeiter von Immigrationsbüros, Staatsanwälte sowie Richter sei von Bedeutung. "Wir brauchen unbedingt eine internationale Kooperation, um gegen das Problem vorgehen zu können", erklärte Dammann. Der Plan werde bei einem jährlichen Treffen im kommenden Dezember von ECOWAS vorgelegt. "Betroffen sind die Ärmsten" "Der Menschenhandel ist wie der -schmuggel ein Verbrechen, das in den vergangenen Jahren immer mehr ansteigt", erklärte Dammann. "Aber im Gegensatz zum Schmuggel, gehen hier die Leute nicht freiwillig mit", so der Experte. "Betroffen sind die Ärmsten und die am wenigsten Gebildeten", meinte Dammann. Der UNO-Mitarbeiter "Kinder werden in ihrer Region für Haus- und Feldarbeit missbraucht. Außerhalb werden die Kleinen, so wie die Frauen, sexuell ausgebeutet." Dass in diese Vergehen das organisierte Verbrechen verwickelt ist, verstärke zudem das Problem. "Diese Gruppen kommen aus Brasilien, Türkei, China, Russland und Italien, so der Experte. "Laut dem deutschen Bundeskriminalamt kommen zum Beispiel 50 Prozent der Opfer des gesamten Menschenhandels legal nach Deutschland", sagte CICP-Projektleiterin Kristiina Kangaspunta. (APA)