Genf - Der Lastwagen, der vermutlich das Unglück im Gotthard-Tunnel mit mindestens elf Toten auslöste, fuhr ohne Genehmigung. Das teilte der Internationale Transportverband IRU am Dienstag in Genf unter Berufung auf seinen belgischen Mitgliedsverband Febetra mit. Das belgische Transportunternehmen habe nicht über die nötigen Betriebsbewilligungen verfügt. Nach Angaben des IRU hatte das erst Ende August gegründete Transportunternehmen Gul Transports im belgischen Alost die nötigen Betriebsbewilligungen für Transporte in Belgien beantragt. Diese seien jedoch bisher nicht erteilt worden. Der 45 Jahre alte türkische Fahrer, der vermutlich bei dem Unglück ums Leben kam und der noch vermisst wird, besaß zudem nur ein für drei Monate gültiges Touristenvisum für Belgien. Somit sei seine Beschäftigung illegal gewesen. An seinem Fahrzeug platzte vermutlich ein Reifen, bevor er auf die Gegenfahrbahn schleuderte und frontal mit einem anderen Lastwagen zusammenprallte.(APA/dpa)