Kopenhagen - Der dänische Regierungschef Poul Nyrup Rasmussen hat am Mittwoch vorgezogene Neuwahlen am 20. November angekündigt. Die Entscheidung verschaffe der Regierung Zeit, in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres die turnusmäßige Präsidentschaft der Europäischen Union vorzubereiten, sagte Rasmussen vor Journalisten in Kopenhagen. Mit Blick auf die Terroranschläge in den USA sagte Rasmussen, auf Grund anstehender "lebenswichtiger Entscheidungen" halte er einen langen Wahlkampf nicht für richtig. Die nächsten Parlamentswahlen wären gemäß der dänischen Verfassung spätestens Mitte März 2002 fällig gewesen. Für den 20. November waren schon früher Wahlen auf regionaler Ebene angesetzt worden. Rasmussen ist seit Jänner 1993 dänischer Ministerpräsident. Er steht einem Mitte-Links-Bündnis aus vier Parteien vor. Im vergangenen Jahr hat sich in Meinungsumfragen ein Sieg bei der nächsten Wahl für die Mitte-Rechts-Parteien abgezeichnet. Jüngsten Umfragen zufolge haben die Regierung und die Sozialdemokratische jedoch wieder an Zuspruch gewonnen. (APA)