Bangkok - Forscher haben erstmals in Thailand Überreste eines der frühesten Vorfahren der Menschheit gefunden. Wie am Dienstag bekannt wurde, handelt es sich um Knochen des Homo erectus, die mindestens 500.000 Jahre alt sind. Thailändische Archäologen hatten die vier Teile der Schädeldecke des Homo erectus bei einer Expedition 1999 ausgegraben. Fundort ist eine entlegene Phosphat-Mine in der Provinz Lampang, etwa 500 Kilometer nördlich von Bangkok. Dies sei der erste Beweis für die Existenz des Homo erectus in Asien außerhalb Chinas und Indonesiens, sagte der Chef des Nationalen Forschungsrats, Jirapan Attajinda. Untersuchungen der Erdreichs, in dem die Schädelstücke gefunden wurde, ließen darauf schließen, dass sie mindestens 500.000 Jahre alt seien, erklärte Somsak Pramankij, ein Mitglied der Forschungsgruppe. Philip Tobias, ein renommierter Antrophologe an der Universität von Witwatersrand in Südafrika, hat den Knochenfund ebenfalls untersucht und die Vermutung bestätigt, dass es sich um Reste eines Homo erectus handelt. Die ältesten bekannten Homo erectus-Funde stammen aus Ost- und Südafrika. Studien legen die Vermutung nahe, dass sich der Homo erectus dort innerhalb von mehreren tausend Jahren zum ersten aufrecht gehenden Zweibeiner entwickelt hat.(APA/AP)