In China werden derzeit zwei österreichische Militärärzte in Akupunktur ausgebildet. Das ist nur eines der Beispiele, mit dem das Verteidigungsministerium seine engere Zusammenarbeit mit dem Unterrichtsministerium begründet: Es hat die zweithöchsten Bildungsaufwendungen.

Daher lässt Verteidigungsminister Herbert Scheibner sein Haus in einer Projektgruppe für "internationalen Bildungsaustausch" in Elisabeth Gehrers Ministerium vertreten. Nominiert wurde dafür der Ministerialrat Rüdiger Stix, ein gelernter Berufsoffzier, der eine Legislaturperiode lang für die FPÖ im Wiener Landtag saß und eine weitere als unabhängiger Abgeordneter, nachdem er sich dem Demokratievertrag von Jörg Haider nicht beugen wollte.

Von allfälligen Neuwahlplänen will man in der Bundes-ÖVP nichts wissen - jedes Gerücht, das mit Wahlkampf zusammenhängen könnte, wird in der Wiener Lichtenfelsgasse. so weit es geht, ignoriert. Oder zur Not dementiert. Allenfalls wird von den schwarzen Spin-Doctors zugegeben, "dass man am Tag nach einer Wahl an die nächste zu denken beginnt und der Horizont 2003 daher immer im Auge behalten wird". Dementiert wird, dass vor diesem Horizont ein führender steirischer Politiker auftauchen könnte, der sich in den Landtagswahlkämpfen immer wieder bewährt hat: Das Gerücht, dass der steirische Klubchef Reinhold Lopatka den Wahlkampf managen könnte, wird nicht bestätigt. (red)

(DER STANDARD, Printausgabe, 9.11.2001)