Wien - Entweder sind die Finnen anders, oder die Häufigkeit von Wochenendverlängerungen durch Krankfeiern am Montag oder Freitag wird überschätzt. Laut einer Studie des Finnish Institute of Occupational Health in Turku, Finnland, geht nämlich weniger als ein Prozent aller Krankenstandstage auf das Konto des Blaufeierns.27.541 Testpersonen Die Autoren nahmen für ihre Untersuchung 27.541 Angestellte aus den verschiedensten Sparten - manuelle Arbeiter wie Bürositzer - und allen Ebenen unter die Lupe. Alles zusammen gerechnet sind täglich durchschnittlich fünf Prozent der weiblichen und 3,5 Prozent der männlichen Angestellten im Krankenstand. Die Rate an krankheitsbedingten Krankenständen erwies sich erstaunlicher Weise als an Montag am geringsten. Die Wahrscheinlichkeit nimmt dann bis Mittwoch zu und bleibt bis Freitag auf gleichem, hohen Niveau. Freitag und Montag dominieren die Krankenstände Anders sieht es bei den Eintages-Krankenständen aus. Hier dominiert schon eher erwartungsgemäß der Freitag mit der 1,9-fachen Häufigkeit, gefolgt vom Monag mit der 1,4-fachen Häufigekeit gegenüber den anderen Tagen. Dennoch: Rechnet man alle Krankenstandstage zusammen, machen die illegitimen Wochenendverlängerungen weniger als ein Prozent aus. Am häufigsten feiern noch junge, männliche Angestellte montags und freitags krank. (APA)