Wien/Amsterdam - In einem Holzlager im Hafen von Amsterdam machten 60 Greenpeace-Aktivisten aus zehn Ländern gegen die Finanzierung von afrikanischen Bürgerkriegen durch Urwaldzerstörung aufmerksam. In roter Farbe markierten sie Stämme aus den letzten Urwälder Afrikas mit dem Aufruf: "Stop ancient forest crime". Einkäufer dieses Holzes sind nach Angaben von Greenpeace fast alle großen europäischen Holzhändler, u.a. die Firma Danzer, welche auch in Groedig bei Salzburg vertreten ist. Greenpeace nennt unter anderem die Oriental Timber Corporation (OTC) und die Royal Timber Corporation (RTC) als "Waldvernichter und Waffenschieber". Diese liberianischen Forstkonzerne plünderten rücksichtslos die letzten Urwälder Westafrikas, exportierten das Holz und betrieben mit dem Gewinn Waffenhandel - Greenpeace beruft sich dabei auch auf Angaben der Vereinten Nationen. Damit würden die Konzerne jedenfalls gegen ein von der UN verhängtes Embargo gegen Waffenliegerungen an Liberia verstoßen. Ein von einem UN-Expertenrat gefordertes Embargo für den Holzexport aus Liberia wird jedoch von den größten Abnehmern liberianischen Urwaldholzes verhindert: China und Frankreich. Besagte Verbindung der europäischen Holzhändler zu den liberianischen Zulieferern haben Greenpeace und andere Umweltorganisationen nach eigenen Angaben mit Fotos dokumentiert. (red)