Düsseldorf - Die deutsche Stahlindustrie wird in den nächsten Wochen angesichts der Konjunkturflaute die Stahlproduktion deutlich herunterfahren. Der Hauptgeschäftsführer der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Albrecht Kormann, sagte am Donnerstag anlässlich der Tagung Stahl 2001 in Düsseldorf, die Industrie plane zum Jahreswechsel Stillstände, "die weit über das normale Maß hinausgehen". Ziel sei es, die Produktion der Nachfrage anzupassen und damit auch eine Erholung der Stahlpreise zu ermöglichen. Im laufenden Jahr dürfte die Rohstahlerzeugung nach Schätzungen der Wirtschaftsvereinigung mit 44,7 Mill. Tonnen um rund vier Prozent unter dem Vorjahr liegen. Doch nicht nur die Mengenrückgänge, auch die Preise machen den Herstellern zu schaffen. Nach Einschätzung des Verbandes müssten die Preise etwa für Warmbreitbandprodukte um acht Prozent steigen, um die Steigerung der Rohstoff- und Lohnkosten aufzufangen. (APA)