Nancy - Mit falschen Vermisstenanzeigen hat ein Professor an der Universität der lothringischen Stadt Nancy eine regelrechte Psychose ausgelöst. Wie ein Sprecher der Hochschule am Freitg mitteilte, wollte der Pädagoge, der an der Hochschule Soziologie unterrichtet, mit einer Studentengruppe das Phänomen der Gerüchteküche studieren. Dazu klebte er Anfang November erste Vermisstenanzeigen an Mauern und Wände der Universität. Demnach war eine Studentin namens Caroline seit 31. Oktober spurlos verschwunden. Wenige Tage später fahndeten Plakate nach einer ebenfalls verschwundenen Emilie, schließlich wurde auch ein junger Mann Namens Stephane als abgängig gemeldet. Die Nachricht von den drei angeblich verschwundenen Studenten habe an der Hochschule eine "regelrechte Psychose" ausgelöst, sagte der Sprecher. Die Direktion habe schließlich Untersuchungen eingeleitet und die "Affäre" aufgeklärt. Die falschen Vermisstenanzeigen seien durch ein Schreiben der Hochschulleitung ersetzt worden, in dem der Fall erläutert wird. Der Professor soll vor eine Disziplinarkammer zitiert werden. (APA)