Wien - Eine der besten und erfolgreichsten Tennis-Spielerinnen Österreichs hört auf: Barbara Paulus beendete ihre 15-jährige Profi-Karriere. Grund ist der immer wieder verletzte Ellbogen des rechten Schlagarms. Das hartnäckige Problem war in den vergangenen Jahren zu ihrem ständigen Begleiter geworden. Den letzten Turnier-Auftritt absolvierte die 31-jährige Niederösterreicherin am 31. August 1998, als sie in der ersten Runde der US-Open gegen die Französin Nathalie Dechy 2:6,5:7 verlor. Paulus unternahm alles, um wieder fit zu werden. Noch zu Jahresbeginn war dafür extra mit ihrem Trainer Peter Eipeldauer nach Florida zum Training übersiedelt. Die Hinterbrühlerin avancierte im November 1996 zur ersten Österreicherin, die (als Zehnte) in der Damen-Weltrangliste unter den Top Ten aufschien. "Das war meine schönste Zeit, weil da war ich besser als vor der Pause", erinnert sich Paulus. 1996 wurde Paulus von den Sportjounalisten auch zur zweitbesten österreichischen Sportlerin des Jahres sowie 1990, 1995 und 1997 zur niederösterreichischen Sportlerin des Jahres gewählt. Zu den schönsten Stunden der aktiven Laufbahn zählt der Südstadt-Sprössling weiters die zwei Teilnahmen an den Olympischen Sommerspielen 1988 in Seoul und 1992 in Barcelona. Auf ihrer Erfolgsliste steht neben zwei Olympia-Teilnahmen auch ein halbes Dutzend Turnier-Erfolge auf der Grand Prix-Tour (jetzt WTA) sowie die zweimalige Teilnahme am WTA-Masters. Und die Zukunft? "Darüber habe ich nicht nachgedacht. Trainerin werde ich sicherlich nicht. Ich genieße jetzt meine Freizeit, auf der Tour habe ich nur aus dem Koffer gelebt und nur Tennis im Kopf gehabt". (APA)