Guten Morgen lieber Johnny, stirb heute für mich! So oder ähnlich könnten E-mails von "Schönheiten" aus dem amerikanischen Magazin "Playboy" lauten, die sie an die tapferen amerikanischen Soldaten in Afghanistan schicken. Die Aktion "Operation Playmate" des "Playboy"-Chefs Hugh Hefner soll angeblich die Truppenmoral der Soldaten stärken. Den US-Trupps wird ein kostenloser Online-Zugang gewährt, der ihnen (auch persönlichen) Kontakt zu den Nacktmodellen eröffnet. "Mädchen als wahre Patrioten" Beim Golfkrieg heißt es, habe der General Norman Schwarzkopf "die Mädchen" bei einer ähnlichen Aktion bereits als "wahre Patrioten" gelobt. 1966 war Playmate Jo Collins sogar an die Front in Vietnam gereist, um die Truppen beim Kriegseinsatz zu unterhalten. Nun waren extra Cheerleaders eingeflogen worden, um die Moral der Soldaten zu heben. Ganz abgesehen davon, dass es auch Soldatinnen gibt (siehe Artikel ), muss wieder einmal der weibliche Körper zum Aufpushen herhalten. Dieser wird ja für alles mögliche verwendet. Bleib standhaft! Nun sollen also nackte Frauen die Soldaten aus ihrem Trübsinn und ihrer Sehnsuchtslethargie holen. Was wird damit bezweckt? Es wird ja geradezu so getan, als könnten Männer nicht eine Weile ohne Sex leben, als müßten sie ständig aufgegeilt werden. Wozu? Damit sie mit praller Hose an die "Front" eilen? Um dort "ihren Mann zu stehen" und ihrer Wut Ausdruck zu verleihen über einen Krieg, der sie davon abhält, ihre sexuellen Energien nicht nur in einer "One-Hand-Show" auszuleben? Der Mann, das allein sexuell gesteuerte Wesen, sozusagen? Na dann: Gute Nacht! Und: Bleib standhaft, Johnny! (aus)