Salzburg - Peter Fabjan, Stiefbruder von Thomas Bernhard, konterte auf den STANDARD -Bericht über ein unveröffentlichtes Manuskript des Autors, dass dieses längst bekannt sei. Tatsächlich: Das Regiebuch zu Thomas Wolfes Herrenhaus wurde vom Salzburger Antiquar Christian Weinek 1999 kurz zum Kauf angeboten. Es gab damals eine Meldung in der Salzkammergut Zeitung , die falsch war: Karl Ignaz Hennetmair gab zu Protokoll, "ein 500 Seiten starkes, unveröffentlichtes Bernhard-Manuskript in seinen Händen gehalten" zu haben. Es besteht aber "nur" aus 68 Manuskriptseiten. Über den Inhalt war bis zum Bericht im S TANDARD nichts bekannt. Der Salzburger Germanist Adolf Haslinger gibt denn auch zu: "Niemand von uns kennt das Manuskript." Man könne daher auch nicht über den Text befinden. Fabjan hofft nun auf eine Kopie des Werkes für das Bernhard-Archiv: Die öffentliche Hand sei nicht in der Lage, den Schätzpreis (5,8 Mio. Schilling) zu bezahlen.
Lesen Sie im ALBUM des Wochenend-STANDARD ein Gespräch mit dem Regisseur Klaus Gmeiner über Thomas Bernhard und die Entstehung des Manuskripts 1957.
(DER STANDARD, Print-Ausgabe, 23. 11. 2001)