Wien - Ab Donnerstag, lassen neue Routen in bester Citylage von Wien die Herzen der Kletterfans höher schlagen. "Bouldern" boomt. "Diese Form des Kletterns erlebt eine Renaissance", sagt Robert Renzler vom Österreichischen Alpenverein (OEAV). Als einer der ersten wird der Salzburger Top-Kletterer Klem Loskot Hand anlegen und zeigen, was "Bouldern" (Klettern ohne Seil in Absprunghöhe) heißen kann. Und dann können, das nach Angaben des OEAV größte "Bouldercenter" Österreichs, Anfänger bis Profis im Alter von drei bis 99 Jahre Wiens neues Kletter-Mekka erklimmen. Das "Bouldercenter" ist aber nur eine von rund 180 Kletteranlagen in der Alpenrepublik. 140 davon werden vom Österreichischen Alpenverein geführt, nur knapp 40 der Zentren sind in privaten Händen. "Derzeit sind rund 200.000 Menschen aktive Kletterer", erklärt Renzler. Die Zahl der Fans dürfte aber noch weiter steigen, denn der Trend beim "Climbing" zeigt weiter, wie sollte es bei diesem Sport auch anders, steil nach oben. Die Hochburg der Spitzen- und Breitensportler ist nach wie vor Tirol. Dort gibt es die meisten Kletteranlagen. "Bouldern" war lange Zeit eine Trainingsform an kleinen Felsen. Doch aus der Vorbereitung für Klettertouren ist inzwischen eine eigene (In)Disziplin geworden. (APA)