Wien/Bregenz - Als "Quatsch" kommentierte FPÖ-Chefin Susanne Riess-Passer am Samstag eine Meldung des Nachrichtenmagazins "Format", wonach die FPÖ Hubschrauberflüge aus einem geheimen "Kohäsionsfonds" zahle. Den Fonds gibt es tatsächlich, er sei aber "kein Spesenfonds", so Riess-Passer am Samstag auf beim FPÖ-Aktionstag "Hallo Minister" in Nenzing bei Bludenz. Vielmehr handle es sich um einen von Bundes- und Landesorganisationen gespeisten Topf zur Unterstützung der Wahlkampf-Finanzierung auf Bundes- oder Landesebene, beispielsweise für Plakate. Mit den Fonds-Geldern würden aber weder Dienstreisen noch Hubschrauberflüge bezahlt, versicherten Riess-Passer und der Vorarlberger Parteichef Hubert Gorbach. Seine dienstlichen Hubschrauberflüge seien im Katastropheneinsatz erfolgt, betonte Gorbach. Die Schlussfolgerungen des ehemaligen Tiroler FPÖ-Obmanns Christian Eberharter, der in "Format" meint, "mit dem Geld residieren die Bundesobleute auf Wahlkampftouren in Nobelhotels und fliegen mit Hubschraubern quer durchs Land", seien falsch, so Riess-Passer und ihr Stellvertreter Gorbach. Laut dem Magazin müssen die freiheitlichen Landesorganisationen drei Prozent an den Fonds abliefern. Nur die mit finanziellen Problemen kämpfenden Landesgruppen in Niederösterreich und der Steiermark seien von den Zahlungen befreit. Insgesamt fünf Millionen Schilling (363.364 Euro) pro Jahr fließen in diesen Fonds, bestätigte FPÖ-Bundesfinanzreferent Detlev Neudeck. Den Fonds gebe es seit Jahrzehnten, um "Gesamtinitiativen" der FPÖ zu bezahlen, so auch der Klubchef und frühere FPÖ-Generalsekretär Peter Westenthaler gegenüber der APA. Dass damit Spesen beglichen würden, sei hingegen "wieder einmal reine Erfindung".(APA)