Berlin - Die Drei-Parteien-Verhandlungen zur Bildung einer Ampelkoalition in Berlin, die am Samstag vor dem Scheitern standen, werden wieder aufgenommen. Wie ein Sprecher der Berliner Grünen nach internen Beratungen am Sonntag mitteilte, sollen die sechs Streitpunkte am Ende der Verhandlungen ausgehandelt werden. Die Gespräche sollten am Nachmittag wieder aufgenommen werden. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hatte am Vortag erklärt, die Verhandlungen von SPD, FDP und Grünen seien in einer Sackgasse. Die Grünen hatten sechs Punkte genannt, die für sie nicht mehr verhandelbar seien. Diese betreffen vor allem die Verkehrs- und Bildungspolitik sowie Pläne für die Stadtentwicklung. Wowereit nannte unüberbrückbare Differenzen zwischen FDP und Grünen als Grund für die Aussetzung der Gespräche. Die Grünen-Spitzenkandidatin Sibyll Klotz sagte, sie halte die so genannte Ampelkoalition weiterhin für erstrebenswert. FDP-Spitzenkandidat Ex-Wirtschaftsminister Günter Rexrodt sagte, es gehe nicht, dass die Grünen einzelne Punkte als für nicht verhandelbar erklärten. Dem schloss sich Wowereit an. Die neue Berliner Landesregierung soll am 13. Dezember gewählt werden. (APA/dpa/Reuters)