Wien - Noch ist der Euro nicht da und schon sorgt er für Staunen bei den Autofahrern: "Die auf den Wiener Kurzparkscheinen aufgedruckten Euro-Beträge sorgen für Verwirrung", erklärte ÖAMTC-Verkehrsjurist Fritz Tippel am Montag. Hintergrund: Offiziell werden die Euro-Beträge gegenüber dem Schilling teilweise sogar deutlich abgewertet, ein Parkschein kostet in Euro also weniger als in Schilling. Derzeit sind aber Parkscheine im Umlauf, die anders gerundete Euro-Beträge aufweisen. Warum, weiß niemand. Ab 1. Jänner 2002 gelten die neuen Euro-Beträge für Parkscheine in den Wiener Kurzparkzonen. "Bisher verkaufte Parkscheine, die entweder nur Schilling, oder Schilling und Euro aufweisen, bleiben weiterhin gültig", räumt ÖAMTC-Jurist Tippel Missverständnisse im Zuge der Euro-Umstellung aus dem Weg. Preise ab 1. Jänner Ab 1. Jänner 2002 gelten folgende Euro-Beträge für Parkscheine in Wiener Kurzparkzonen: Eine halbe Stunde kostet 0,40 Euro (statt bisher 6 S, das entspricht 5,50 S), eine Stunde 0,80 Euro (statt bisher 12 S, das entspricht 11,01 S), eineinhalb Stunden 1,20 Euro (statt bisher 18 S, dies entspricht 16,51 S). "Derzeit sind auch Parkscheine im Umlauf, auf denen andere Euro-Beträge aufgedruckt sind, etwa 0,44 Euro. Diese Scheine dürfen ab 1. Jänner 2002 nicht mehr verkauft werden, sie behalten aber selbstverständlich ihre Gültigkeit und müssen daher nicht umgetauscht werden", sagt Tippel. Sollten dennoch ab 1. Jänner 2002 widerrechtlich Parkscheine zu diesen höheren Euro-Beträgen verkauft werden, werde man seitens des Clubs entsprechend intervenieren. (APA)