Belgrad - Bosnien-Herzegowina hat die Weiterverfolgung der 1993 beim Internationalen Gerichtshof eingereichten Klage gegen Jugoslawien beschlossen. Der Rechtsvertreter der bosnischen Regierung vor dem Gericht, Kasim Trnka, wird am Montag den offiziellen Antrag stellen, den Prozess gegen Jugoslawien weiterzuführen. Sarajewo verlangt von Belgrad Kompensationen für Kriegsschäden in der Höhe von rund 40 Milliarden Dollar (45,0 Mrd. Euro/619 Mrd. S). Der Verteidiger Jugoslawiens, Tibor Varadi, ist der Ansicht, dass der Internationale Gerichtshof im Rechtsstreit zwischen den beiden Staaten überhaupt nicht zuständig sei. Wegen der Verbrechen von Einzelpersonen könnten nicht ganze Staaten und Völker zur Verantwortung gezogen werden, argumentiert Varadi.(APA)