Zwei herausragende Persönlichkeiten der heimischen Medienlandschaft wurden Dienstag Abend im Eisenstädter Schloss Esterhazy mit dem Burgenländischen Journalistenpreis 2001 geehrt: Robert Heger, ehemaliger Chefredakteur des ORF Burgenland und nunmehr federführend beim internationalen Kulturmagazin "Pannonia", erhielt für sein Lebenswerk den Großen Ehrenpreis. Mit dem Hauptpreis wurde der Ressortleiter der "Neuen Kronen Zeitung" für Niederösterreich und das Burgenland, Harold Pearson, ausgezeichnet. Robert Heger zählt zu den schillerndsten Persönlichkeiten der burgenländischen Medien- und Kulturszene: Schon als Pädagoge im Bundeskonvikt und im BRG Eisenstadt Ende der fünfziger Jahre war er am Aufbau eines Schultheaters und an der Gründung der ersten Burgenländischen Schülerzeitung - damals unter der Patronanz von Hugo Portisch - beteiligt. Seine Begeisterung galt aber nicht nur dem Journalismus, sondern auch dem Handballsport, dem er sich auch nach Beendigung seiner aktiven Laufbahn im Rahmen der von ihm mitbegründeten Sektion der internationalen Schulsportorganisation widmete. Kulturmanager, Obmann des Kulturkreises Seit den siebziger Jahren war Heger auch in vielfacher Form als Kulturmanager tätig, wirkte als Obmann des Kulturkreises Burgenland und organisierte Ausstellungen und Literaturwettbewerbe. Als Chefredeakteur des ORF Burgenland wagte er in Fernseh- und Hörfunkbeiträgen und länderübergreifenden Kooperationen lange vor den Plänen zur EU-Osterweiterung den Blick über die Grenze zum Nachbarn. Von England nach Österreich Pearson, 1945 in England geboren, kam nach einem Aufenthalt in Australien schließlich 1957 nach Wien und war zunächst in der Werbebranche sowie anschließend bei den Niederösterreichischen Nachrichten tätig. 1979 wechselte er zur "Neuen Kronen Zeitung" und wurde Ressortleiter für die Lokalberichterstattung aus Niederösterreich und dem Burgenland. Im Zuge seiner langjährigen Tätigkeit seit den Anfängen der Burgenland-Berichterstattung wurde er zu einem Kenner der Landespolitik. (APA)