Kabul/Islamabad - In der südafghanischen Stadt Kandahar sind nach Berichten von Einwohnern schwere Kämpfe um den Flughafen ausgebrochen. Paschtunische Anti-Taliban-Verbände und Taliban-Kämpfer lieferten sich Gefechte, meldete der US-Nachrichtensender CNN am Mittwoch. Die paschtunischen Angreifer würden erneut durch massive US-Luftangriffe unterstützt. US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat den Taliban vorgeworfen, in Kandahar Zivilisten als lebende Schutzschilde zu missbrauchen, um sich so vor Angriffen zu schützen. Den USA lägen Berichte der Geheimdienste vor, wonach Taliban-Führer Mullah Mohammed Omar seinen Gefolgsleute den Kampf bis zum Tod befohlen habe. Dies mache einen Sturm auf Kandahar schwierig. Die UNO-Afghanistan-Konferenz in Deutschland einigte sich unterdessen nach zähem Ringen auf einen Übergangs-Regierungschef. Der südafghanische Paschtunen-Führer Hamid Karsai solle an der Spitze eines Interimskabinetts in Kabul stehen, verlautete aus UNO-Kreisen. Die Einigung soll noch an diesem Mittwoch unterschrieben werden. (APA/dpa)